Entsprechend diesem Ausspruch des "ökumenischen" Papstes Johannes XXIII. ist der Platz der Kirche überall dort, wo Menschen in seelischer und leiblicher Not sind, wo sie in Bedrängnis sind, mit sich und der Welt nicht mehr zurecht kommen, wo sie nach Orientierung suchen, wo Trost und Hoffnung wirklich "not-wendig" ist, wo Menschen gesucht werden, die für sie da sind.
Und wo wird dies deutlicher, als in einem Gefängnis?
Wie sieht der Alltag der katholischen Seelsorger in der Anstalt aus, welche gesetzlichen Grundlagen müssen sie bei der täglichen Arbeit berücksichtigten?
Auf der Seite "Wir über uns" wollen wir versuchen Ihnen zumindest ansatzweise darauf eine Antwort zu geben.
Der kurze Weg über den Hof von der Eingangsschleuse zur Anstaltskirche, hier ein Gruß, dort ein Wort mit einem Vollzugsbeamten. So beginnt in aller Regel der Arbeitstag der katholischen Seelsorger in der JVA Tegel. Die spitzen Türme der Anstaltskirche sehen aus, als hätte man sie einfach auf einen Zellentrakt gesetzt.
Zwischen den Räumen der kath. und ev. Seelsorger im Erdgeschoß und der Kirche im 2.Stock ist in der 1.Etage der Sitz der Anstaltsleitung.
Ansonsten rundherum: Werkstätten, Anstaltsküche, Zellentrakte mit vergitterten Fenstern, alles abgeschlossen von Backsteinmauern, beobachtet von Wachtürmen. 2x eine Gittertüre auf- und zuschließen und dann ist das Büro der katholischen Gefängnisseelsorge im Erdgeschoß erreicht.
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